Detailausschnitt

Phillip Mager „Beladen“

Öl auf Leinwand

100 x 160 cm

2010

Wenn Arbeiten eine hohe Materialität haben, ist es generell eine Herausforderung, diese gedruckt darzustellen.

Die Unterschiede zwischen Scan und Foto sind manchmal nicht auf den ersten Blick zu sehen, wenn es ein guter Fotograf mit richtiger Beleuchtung gemacht hat und man nicht weiß, wie das Original aussieht, da uns viele Kunstwerke oft zunächst als Reproduktion begegnen. Allerdings wissen wir, wie aufwändig das ist, zu vermeiden, dass es perspektivisch verzerrt rauskommt oder Helligkeitsunterschiede an den Ecken entstehen. Von daher ist der Scan natürlich interessant, weil er oft effizienter und genauer ist.

Wenn Arbeiten eine hohe Materialität haben, ist es generell eine Herausforderung, diese gedruckt darzustellen. Die Künstler und wir sind auch empfindlich, was die Farbwiedergabe von Reproduktionen anbelangt; Wenn ein rötliches Grau nur als Grau rauskommt, ist das schade. Einige Künstler, mit denen wir zusammenarbeiten, bevorzugen daher den Scan, zum Beispiel Philipp Mager mit seinen Holzschnitten, die kommen da immer sehr präzise und prägnant heraus. Auch bei seinen ‚pastosen‘ Bildern, das heißt: Malereien mit einem dicken, reliefartigen Farbauftrag, ist es interessant, was man da rausholen kann.“

Achim Leseberg
Falkenberg Galerie für neue Kunst, Hannover